Hyperthermie Behandlung

Hyperthermie Zentrum FrankfurtHyperthermie ist eine Behandlungsform in der Krebstherapie, bei der die Wirksamkeit „klassischer“ Behandlungsformen wie der Chemotherapie und der Strahlentherapie durch Überwärmung von Krebszellen erhöht und ein synergetischer Effekt erzielt wird. Die Hyperthermie Behandlung fasst sämtliche Verfahren zusammen, mit denen Körperbereiche gezielt und kontrolliert überwärmt werden.

Hyperthermie Behandlung – Wärme gegen Krebs

Bereits im Jahre 1910 wurde die Hyperthermie als Methode in der Krebsbehandlung beschrieben und in den 60er Jahren als Ganzkörperhyperthermie wiederentdeckt. Bis heute konnte das Verfahren und die Gerätetechnologie stark weiterentwickelt werden, wodurch eine gezieltere Anwendung in der medizinischen Praxis möglich ist. Das Wort Hyperthermie – griechisch für „Überwärmung“ – beschreibt bereits im Wesentlichen die Wirkweise der Behandlung. Krebszellen reagieren grundsätzlich empfindlicher auf Wärme als gesunde Zellen, weshalb Patienten von mehreren Effekten profitieren: Nicht nur Krebszellen werden zerstört, auch wird das Tumorgewebe stärker durchblutet und dadurch für eine bessere Medikamenten- oder Strahlenaufnahme sensibilisiert. Grundsätzlich wird die Hyperthermie mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie kombiniert. Die Dosis der verabreichten Zytostatika kann aufgrund der erhöhten Wirksamkeit reduziert werden, ebenso wird die Reparaturfähigkeit der thermisch vorgeschädigten Tumorzellen herabgesetzt. So ist auch der Strahlentherapie-Effekt darauf deutlich stärker. Zudem können Tumore, die ansonsten eine Resistenz gegen Chemo- oder Strahlentherapie zeigten, nach einer Hyperthermie-Behandlung erneut auf diese Therapien ansprechen. Hinzu kommt, dass sich Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit wie die damit verbundenen körperlichen und seelischen Belastungen, deutlich reduzieren.

 

Arten und Wirkweise der Hyperthermie Behandlung

Der Kern der Hyperthermie liegt in der Blockade der Reparaturfunktion von Tumoren. Eine Chemo- oder Strahlentherapie beschädigt das Erbgut von Tumorzellen, woraufhin Reparaturenzyme versuchen, diese Erbgutschäden wieder zu beheben. Ab einer Temperatur von 40 °C stellen die Reparaturenzyme jedoch ihre Funktion ein, wodurch das Absterben der geschädigten Krebszellen einsetzen kann. In unserem Zentrum haben wir uns auf folgende Schwerpunkte der Hyperthermie spezialisiert:

Um ein gutes Ergebnis durch Hyperthermie zu erhalten, ist eine gleichmäßige Erwärmung des Tumorgewebes erforderlich. Temperaturen ab 40 °C sorgen für die Entstehung von Hitzeschockproteinen, welche das Immunsystem aktivieren und körpereigene Abwehrzellen zur selektiven Zerstörung von Krebszellen aussenden. Darüber hinaus werden die Tumorzellen von ihnen markiert, wodurch sie für die Killerzellen des Immunsystems erkennbar werden. Hitzeschockprotein-bildende Zellen können effektiver durch diese Killerzellen zerstört werden. Ab 42 °C gehen Tumorzellen zudem in großer Zahl in den Zustand der Apoptose über und sterben den sogenannten programmierten Zelltod. Krebszellen, die im Allgemeinen als widerstandsfähig gegen Strahlen gelten, reagieren hier besonders empfindlich auf den Einfluss der Wärme.

 


Mehr Informationen zur Hyperthermie

 


 

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Praxisklinik Dr. med. Siebenhüner
Telefon +49 (0) 69 – 63 2000

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