Extrakorporale Photopherese (ECP)
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Extrakorporale Photopherese (ECP)

Die extrakorporale Photopherese (ECP) wird unter anderem zur Behandlung der Amyotrophe Lateralsklerose (auch ALS, Myatrophe Lateralsklerose, Charcot-Krankheit oder Lou-Gehrig-Syndrom genannt) eingesetzt. Bei der extrakorporalen Photopherese werden die weißen Blutzellen durch eine Zellseparation, eine sogenannte Apherese, in einen Beutel gesammelt. Die Sammlung dauert ca. 2 Stunden. Die Zellen werden anschließend mit Methoxsalen versetzt, welches die Zellen empfindlich für UV -Licht macht und danach mit UV-A Licht bestrahlt. Durch diese Bestrahlung werden die ALS-Zellen zerstört. Die restlichen weißen Blutkörperchen werden dem Patienten in einer Infusion zurück transfundiert.

Die ECP-Therapie wird erfolgreich bei folgenden Indikationen eingesetzt:

  • Progressive systemische Sklerodermie
  • T-Zellen-Leukämie
  • T-Zellen-Lymphome
  • Systemischer Lupus Erythematosus
  • Morbus Crohn
  • Autoimmun-Diabetes
  • Sézary-Syndrom
  • Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantaten
  • Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD)
  • Pemphigus Vulgaris
  • Rheumatoider Arthritis
  • B-Zellen-Leukämie
  • Colitis Ulcerosa
  • Dermatologische Erkrankungen
  • nach Knochenmarkstransplantationen

Der Therapie-Ablauf

Die ECP-Behandlung dauert ca. 2-3 Stunden und findet ambulant an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Abhängig von der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen, erfolgt die Behandlung zunächst nach 14 Tage, dann je nach Verlauf in größeren Zeitabstände.

Ziel der gut verträglichen und nebenwirkungsarmen Therapie ist es, die ALS-Zellen zu entfernen, sodass die Blockade in den extrapyramidale Nervenbahnen gestoppt wird.

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