Galvanotherapie

Galvanotherapie – Die gezielte Tumorbehandlung

Die Galvanotherapie, auch bekannt als perkutane Elektrotumortherapie (PET) bzw.- Electro-Cancer-Therapie (ECT) ist ein Verfahren, dass auf die Entdeckungen des italienischen Biophysikers Luigi Galvani (1737 – 1798) zurückzuführen ist und von Dr. med. Rudolf Pekar (1912 – 2004) weiter entwickelt wurde.

Jede Zelle unseres Organismus besitzt eine sie umhüllende und schützende Zellmembran, die einer Spannung von 80 bis 100 mV (Millivolt) widersteht. Erkrankt sie jedoch oder degeneriert wegen Sauerstoff- bzw. Nährstoffmangels, sinkt ihr Membranpotential ab und das Potential z. B. einer Krebszelle liegt dann nur noch unter 20 mV. Somit ist die elektrische Leitfähigkeit einer Tumorzelle durch den Spannungsverlust viel höher als jene einer gesunden Zelle.

Hier setzt die Galvanotherapie an, die mit niedrigem Gleichstrom, also einer Stromstärke zwischen 30 bis 80 mA (Milliampere), arbeitet: Spezielle Elektroden werden direkt an die Haut über dem Tumor aufgelegt und der Gleichstrom unter kontrollierten Bedingungen in das tumoröse Gewebe appliziert.

Dauer und Stärke des Gleichstroms werden in Relation zur Größe des Tumors spezifiziert. Definiertes Ziel der Therapie ist es, ausschließlich den Tumor per se und nicht die gesunden Zellen zu schädigen und ihn somit zu verkleinern oder gar ganz zu eliminieren. Die Wirksamkeit der Therapie mit Gleichstrom ist mittlerweile international anerkannt, wobei die Galvanotherapie bis heute keine weite Verbreitung gefunden hat. Dies mag der vergleichsweisen Einfachheit und Kürze des Verfahrens geschuldet sein, das sich mit den monetären Zielen der Industrie nicht verträgt.

Im Zentrum der Erweiterten Medizin kommentieren wir den physiologischen Vorgang der Galvanotherapie zur gezielten und schonenden Tumorbehandlung folgendermaßen:

„Die angelegten Elektroden der perkutanen Elektrotumortherapie (PET) führen zu einem Ionenfluss der positiv geladenen Ionen zur Kathode und einen negativen Ionenfluss zur Anode. Die Veränderung des pH-Wertes führt folglich zur Depolarisation der Zellmembranen. Entstehende Salzsäuren verursachen eine chemische Stoffwechselstörung der Tumorzellen, die Auslöser für den programmierten Zelltod, die sog. Apoptose sind – der Tumor stirbt einfach ab.“

Die spezifische und schonende Galvanotherapie eignet sich besonders für folgende Krebserkrankungen und auch gutartige Tumoren, die kaum auf eine Chemo- oder Strahlentherapie ansprechen:

  • Brustkrebs
  • Prostatakarzinome
  • Lymphmetastasen / Lymphdrüsenkrebs
  • Primäre Lungenkarzinome und Lungenmetastasen
  • Primäre Leberkarzinome und Lebermetastasen / Leberkrebs
  • Primäre Magenkarzinome und Magenmetastasen / Magenkrebs
  • alle übrigen Tumoren und Metastasen im Intro-Abdominal-Bereich
  • Hautkarzinome / Hautmetastasen / Hautkrebs / schwarzer Krebs / weißer Krebs

Der Therapieverlauf:

Nach Diagnose der aktuellen Laboruntersuchungen und den Daten des Kernspintomografen (MRT) sowie computertomografischen Aufnahmen (CT) sind wir in der Lage, das Gebiet und die Größe des zu behandelnden Tumors exakt zu bestimmen. Dementsprechend werden die Therapiekoordinaten gemeinsam mit dem Patienten festgelegt.

Die Galvanotherapie bietet eine hohe Effektivität bei sehr geringen, wenn überhaupt auftretenden Nebenwirkungen (z. B. kurzfristige Erhöhung des Blutdrucks, leichtes Fieber) und kann ambulant durchgeführt werden.

Rückrufservice
close slider

Rückrufservice

* Pflichtfelder bitte ausfüllen